Der Bürgermeister der kleinen Gemeinde Bad Vigaun in der Nähe von Salzburg wächst derzeit über sich hinaus. Mit dem heroischen Ziel seine Bürger vor dem Sittenverfall zu beschützen zettelte er einen wahren Kleinkrieg gegen einen Unternehmer an, der es wagte im örtlichen Industriegebiet ein Bordell eröffnen zu wollen. Als moralisches Sprachrohr stellvertretend für seine “mündigen” Bürger verbot er kurzerhand die Eröffnung des Bordells durch, wenn man dem Unternehmer glauben mag, allerlei Taschenspielertricks. Auch den neuen Vorstoß des Unternehmers der daraufhin statt dem Bordell einen Swinger Club eröffnen wollte, versucht der Hüter der Moral nun zu blockieren. Als weitere Amtshandlung in dieser Posse verbot der Bürgermeister mit Verweis auf die “Gefährdung der öffentlichen Sittlichkeit” die zur Eröffnung angekündigte Gangbang Party mit Weltrekordversuch. Laut dem Moralapostel handelt es sich hierbei um eine Genehmigungspflichtige Veranstaltung da diese “Party” im normalen Betrieb eines Swinger Clubs so nicht vorkommen würde. Der Unternehmer und sein Anwalt werden nun alle rechtlichen Schritte vornehmen um dieser Affäre endlich ein Ende zu bereiten. Wir sehen es ja alle gerne wenn sich Politiker engagieren, aber eine so vehemente Verhinderung eines Steuerpflichtigen Betriebes in seinem Wahlkreis verdient schon eine besondere Beachtung. Daher wird sich der Bürgermeister, wenn man den genervten, fast schon bevormundeten Bürgern der kleinen Gemeinde glauben mag, nach der nächsten Wahl intensiv auf Jobsuche gehen müssen.
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